Gelenkerkrankungen aus ganzheitlicher Sicht
 
Autorin:   Angelika von Frankenberg
Heilpraktikerin
Kontakt

Themen:
   
Erhöhter Bedarf und Verbrauch von Vitamin C bei rheumatoider Arthritis  

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ist die Ascorbinsäurekonzentration im Serum im Vergleich zum Gesunden um ca 93 % reduziert. Dafür findet sich ein hoher Anteil an Dehydroascorbinsäure.

Ascorbinsäure zählt zu den Antioxidantien und wird nach dem Abfangen von freien Radikalen in Dehydroascorbinsäure umgewandelt.
Beim Gesunden: Ascorbinsäure im Serum: 1,25 mg/dl, die Dehydroascorbinsäure : 0,38.
Bei manifestem Skorbut werden 0,02 mg/dl gemessen.
Die niedrigen Werte deuten bei den Personen mit rheumatoider Arthritis auf erhöhten Bedarf und Verbrauch von Vitamin C hin, besonders in der Synovialflüssigkeit, wie Untersuchungen ergaben.

Erhöhter Bedarf an Antioxidantien bei entzündlichen Reaktionen  

Bei allen entzündlichen Reaktionen kommt es zur Freisetzung von Radikalen, die einen erhöhten Bedarf an Antioxidantien bewirken.

Medikation: Natürliches Vitamin C täglich 6 bis 8 gr. oder Infusionen 3 x wöchentlich 7 bis 9 gr. Vitamin C (Fa Pascoe). Auch Vitamin E geben.

   
Arachidonsäure in tierischer Nahrung  

Die Ernährung stellt einen wichtigen Faktor dar, denn es besteht ein enger Zusammenhang zwischen Darm und Gelenkerkrankungen.

Mit tierischer Nahrung wird Arachidonsäure (4-fach ungesättigte Fettsäure) aufgenommen und in Eicosanoide umgewandelt.

Eicosanoide und Leukotriene (mit den Prostaglandinen verwandte, körpereigene Metabolite, im Stoffwechsel umgesetzte Stoffe) greifen in den Stoffwechsel der Gelenke ein und verursachen, wenn sie übermäßig anfallen, starke Schmerzen in den Gelenken. Leukotriene verursachen entzündliche und allergische Reaktionen.

Hemmstoffe gegen Eicosanoide


Schweinefleisch meiden!
 

Zuviel Fleisch produziert also zuviel dieser beiden Stoffe. Hemmstoffe gegen die Bildung von Eicosanoiden sind Fischölsäuren, deren Wirkung der Wirksamkeit der nichtsteroidalen Antirheumatika entspricht. Weitere Hemmstoffe sind Vitamin A, C, E, Mangan, Kupfer, Zink, Selen.

Schweinefleisch sollte nicht gegessen werden, da es Sutoxine enthält, also besonders viel Schwefel und Schleimstoffe, aber auch Histamin und Wachstumshormone. In der Schweinelunge überleben auch unzählige Grippeviren.

   
Verzehr von Fleisch, Fisch und Eiern führt immer zu erhöhter Säureproduktion:

Phosphorsäure
Schwefelsäure
Harnsäure
 

Die meisten Gelenkerkrankungen sind stoffwechselbedingt, deshalb muss die Ernährung des Patienten abgefragt werden. In Fisch, Fleisch, Eiern finden wir große Mengen von Nucleoproteiden (Zellmaterial), das sich bei seinem Abbau im Körper mehrfach negativ auf den Säure-Basenhaushalt auswirkt.

Als saure Mineralstoffe entstehen Phosphor- und Schwefelsäure. In einem chemischen Umwandlungsprozess werden die Purinanteile in Harnsäure umgewandelt, die neben vielen anderen Krankheitserscheiningen zu Gelenkschädigungen führen können, sofern sie nicht ausgeschieden werden.

Je mehr Fleisch, um so mehr Säure ist im Körper, denn der Verzehr von tierischem Gewebe führt immer zu erhöhter Säureproduktion.

Ebenfalls säurelastig: Kaffee,
schwarzer Tee,
Alkohol,
Nikotin


Mineralverlust durch Übersäuerung führt zur Schwächung des gesamten Organsystems
 

Die Neutralisationsfähigkeit des menschlichen Körpers beträgt aber nur 2 % der Harnsäure pro Mahlzeit. Der Rest kann das Bindegewebe, die Gelenke u.v.m. angreifen, bevor er über die Nieren ausgeschieden wird.

Weiterhin säurelastig sind neben Fleisch, Fisch, Eiern auch Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol, Nikotin, bakterielle Infekte, Umweltschadstoffe und hormonelle Veränderungen.

Bei Übersäuerung werden dem Gewebe basische Mineralstoffe entzogen, ein Mineralverlust schwächt aber das gesamte Organsystem:

  • viele enzymatische Funktionen können verlangsamt werden oder ganz ausfallen,
  • die endokrinen Drüsen wie Schilddrüse und Hypophyse produzieren nicht mehr zuverlässig die notwendigen Hormone
  • und die Knorpel, Sehnen und Gelenke werden über das Blut nicht mehr richtig mit Nährstoffen und Mineralstoffen versorgt, denn bei einer Übersäuerung ist das Blut wegen seiner Tendenz zur Verklumpung auch nicht mehr richtig fließfähig, allein dadurch vermindert sich die Versorgung der Gewebszellen.

Die Antwort der Schulmedizin:
entzündungshemmende Antirheumatika und Schmerzmittel


Arthritis oder Arthrose?
 

    Obwohl bekannt ist, dass Rheuma und Arthrosen häufig durch Azidosen im Körper entstanden sind, werden in der Schulmedizin immer noch fast ausschließlich entzündungshemmende Antirheumatika und Schmerzmittel wie Voltaren eingesetzt, anstatt das Milieu imm Körper wieder zum positiven zu verändern.

Bei einer ausgeprägten Arthrose gleicht das Symptomenbild dem der Arthritis mit starken Entzündungsschmerzen. Üblicherweise wird der Begriff Arthrose mit Gelenkverschleiß in Verbindung gebracht, was nicht immer richtig ist, denn Verschleißerscheinungen müssen nicht immer zu einer Arthrose führen, und im Laufe des Lebens verschleißen Gelenke immer etwas.

Ursache für spätere Meniskus- oder Kreuzbandschäden




Bewegung ist wichtig für die Gelenkstützmuskulatur
 

Durch die Fernstörungen ergibt sich meistens eine Mischung aus entzündlichen und degenerativen Prozessen mit Verschlechterung der Knorpel- und Bänderelastizität, wodurch sich häufig die Gelenkkapsel überdehnt und sich das vordere Kreuzband in einem anhaltenden Reizzustand befindet.Hierauf begründet sich oft die Ursache für einen späteren Meniskus- oder Kreuzbandschaden.

Trotz Schmerzen sollten die Patienten die Kniegelenke in leichter Bewegung halten, denn durch eine längere Ruhigstellung des erkrankten Gelenks würden sich in kurzer Zeit die Beschwerden verstärken, weil die gesamte Gelenkstützmuskulatur erschlaffen würde.

Dadurch würde ein zu starker mechanischer Druck auf das vorgeschädigte Gelenk ausgeübt werden, was den degenerativen Prozess innerhalb des Gelenks verstärken und beschleunigen kann (z.B. Fahrrad unter den Tisch).

Osteoporose
Osteomalazie
Spontanbrüche
  Die Entsäuerung sollte im rheumatischen Formenkreis im Vordergrund stehen. Je länger nämlich der Organismus mit der Entmineralisierung aus Knochen und Gewebe kompensieren muss, desto größer ist die Gefahr einer Osteoporose, Osteomalazie, und von Spontanbrüchen mit schlechtem Heilungsverlauf.
Hinweise auf Übersäuerung   Weitere Hinweise auf Übersäuerung können Knackgeräusche in den Gelenken sein, Arthrosen, wandernde Gelenkschmerzen und die Neigung, Bänder zu überdehnen.
Mittel zum Ausschwemmen


Enzymkombinationen
 

Zum Ausschwemmen der Harnsäure eignen sich Meerrettich, Borretsch, Kartoffelsaft und Stangensellerie, Rote Bete.

Generell sollte zur Auflösung angesammelter Entzündungs- und Schlackstoffe an die katalytische Wirkung von Enzymen gedacht werden. Enzymkombinationen verbessern zudem gestörte Stoffwechselprozesse.

Übersäuerung durch Leber- und Nierenfunktionsstörungen

und durch Hochleistungssport!


Muskelfaserrisse, Sehnen- und Gelenkkapselrisse


Hoher Verbrauch an Mineralen wie Kalzium, Magnesium, Zink und Mangan
 

Die Übersäuerung des Körpers kommt nicht nur durch falsche Ernährung zustande, sondern auch durch Leber- und Nierenfunktionsstörungen und beim Sport, besonders beim Hochleistungssport. Ein Marathonläufer hat am Ziel eine genauso starke Gewebsübersäuerung wie der Krebskranke, nur der Sportler hat ausreichende Alkalireserven, die der Krebskranke nicht mehr hat.

Aber auch der Sportler braucht nach seinen Leistungen größere Pausen, damit sich die kollagenen Fasern wieder von den Säuren befreien können. Stehen die Pausen nicht im richtigen Verhältnis zum Training und den anstrengenden Wettbewerbspielen, wie Fußball, Tennis etc., kann es durch die Übersäuerung zu Muskelfaserrissen, Sehnen- und Gelenkkapselrissen kommen.

Die Gefahr bei extremer Übersäuerung ist, dass der Körper zum Zweck der Pufferung die kationischen Minerale wie Kalzium, Magnesium, Zink und Mangan in großen Mengen verbraucht. Magnesiummangel kann Muskelkrämpfe verursachen.

Zinkmangel  

Bei Zinkmangel wird das Enzym Carboanhydrase nicht aktiviert, sodass Säuren nicht gespalten werden können in H+ (Wasserstoffionen), welches ausgeschieden wird und in Bicarbonat, das zurückresorbiert wird.

Wichtig:
Kontrolle des Harnsäurespiegels
 

Bei Gelenkerkrankungen muss immer der Harnsäurespiegel im Blut kontrolliert werden. Das Bindegewebe hat eine hohe Aufnahmekapazität für Säuren, kann lange kompensieren. Ist der Harnsäurespiegel aber extrem hoch, ist das Bindegewebe schon voll und die ersten Schäden im Bewegungsapparat können bereits entstanden sein.

Die Leber - die Entgiftungszentrale  

Die Leber hat die Aufgabe, neben der Entgiftung Säuren zu neutralisieren und somit nierengängig zu machen und die Abfallprodukte aus dem Eiweiß-Stoffwechsel an Transportglobuline zu binden, ebenfalls mit dem Ziel der Ausscheidung über die Nieren.

Läuft dieser Prozess unvollständig ab, können die Nierenfilter (Glomeruli) verstopfen, ausscheidungspflichtige Stoffe bleiben im Körper und werden im abgelagert bzw. in den kollagenen Fasern und in die Gelenke abgeschoben.

Bei degenerativ veränderter Leber:

Gallensäure im Blut
 

Ist die Leber bereits degenerativ verändert, z.B. durch Fettleber oder Leberzirrhose, gibt es eine Kompression auf die die Leber durchziehenden Gallengänge, sodass die Galle nicht abfließen kann.

Die Folge ist ein Übertreten von Gallenflüssigkeit in den Blutkreislauf, durch den sie im ganzen Körper und damit auch in die Gelenke verschleppt wird. Gallensäuren sind besonders scharf, deshalb verursachen sie auch starken Juckreiz auf der Haut. So können zu den Harnsäuren noch die Gallensäuren dazukommen, womit eine Potenzierung der Probleme erreicht wird.

Augen und Haut zeigen Stoffwechselschlacken an  

Wie können wir einem Patienten mit Gelenkbeschwerden schon äußerlich ansehen, ob sein Problem durch Stoffwechselschlacken entstanden ist ?

Im Auge und auf der Haut!

  • Gallensäureeinlagerungen wie durch das Bilirubin bilden in der Iris und auf der Haut braune Flecken (Leberflecke), die Skleren färben sich gelb.
  • Bei Harnsäureeinlagerungen ist die Iris gelb.

Neben Ernährung und Entsäuerung bzw. Entschlackung ist in der Therapie noch an durchgemachte Infektionen zu denken.


Kontakt:   Angelika von Frankenberg
Heilpraktikerin
82057 Icking, Am Buchet 24
80331 München, Altheimer Eck 12

Seitenanfang Verantwortlich für den Inhalt:   Michael König
Webmaster:    Marianne Fruhmann
Haftungsausschluss
zurück