Gelenkerkrankungen aus ganzheitlicher Sicht
 
Autorin:   Angelika von Frankenberg
Heilpraktikerin
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Zähne beeinflussen die Statik des Körpers





Schon geringfügige Änderungen am Gebiss können Beschwerden hervorrufen ...






... mit Symptomen, die zunächst keinen Zusammenhang zu den Zähnen vermuten lassen
 

Die Zähne gehören zum Skelettsystem, bilden also eine Einheit mit dem Skelett. Wird ein Zahn gezogen, und die Lücke nicht geschlossen, können die benachbarten Zähne in die Lücke kippen und die ganze Statik negativ beeinflussen, manchmal innerhalb von 2-3 Jahren, je nach Kompensationsfähigkeit des Körpers.

Sollte eine erneute Störung auftreten, z.B. eine zu hohe Krone, Füllung oder nicht passende Brücke, alles was nicht in das kompensierte Funktionsprogramm paßt, kann der Körper nicht mehr adaptieren und es kommt zu den verschiedensten Störungen, aufgrund der gestörten Okklusion (Zusammenbiss der Zähne):

  • Zahnschmerzen,
  • Kopfschmerzen
  • Gesichts-, Nacken-, Ohrenschmerzen
  • Ohrensausen
  • Schluckbeschwerden
  • Übelkeit mit Neigung zum Erbrechen
  • Nervosität
  • Schwindel
  • Augendruck
  • Müdigkeit
  • Schilddrüsendysfunktion
  • Schlafstörungen
  • Bluthochdruck
  • Menstruationsstörungen
  • Krampfadern
  • psychische Probleme.

Minimale Fehlstellungen der Zähne wirken sich auf die gesamte Wirbelsäule aus  

Die Auswirkungen auf das Skelettsystem können statische Veränderungen in der Wirbelsäule sein, beginnend von dem 1. Halswirbel (Atlas) bis hin zu den Ileosacralgelenken (Steißbein), vom steifen Nacken bis zum Beckenschiefstand.

Ein hundertstel Millimeter Fehlkontakt kann zu einer Halswirbelverschiebung führen, zu Schmerzen und Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich. Dadurch, dass sich eine Muskelkette vom Hinterhauptbein bis zum Steißbein durchzieht, erklären sich die Verspannungen und Deformierungen der Wirbelsäule.

Wirbelverschiebungen stören die Funktion des Nervus vagus ...



... und führen so zum Speiseröhrenkrampf über Asthma bis zu Darmkrämpfen und Gallekoliken
 

Eine verkrampfte Nackenmuskulatur mit Spasmen der Blutgefäße verursachen aber eine Mangeldurchblutung bzw. Durchblutungsstörungen im Kopfbereich, der Lymphabfluss kann behindert sein, es kommt zur schlechten Entsorgung der Zellen, zu Lymphstau und damit Schmerz.

Außerdem ist zu bedenken, dass der 10. Hirnnerv, der Nervus vagus, von dem Gebiet des obersten Rückenmarkabschnittes ausgehend, bei Wirbelverschiebungen in seiner Funktionsausübung gestört ist. Das erklärt die Vielfalt von Symptomen außerhalb der Wirbelsäule, vom Speiseröhrenkrampf über Asthma bis zu Darmkrämpfen und Gallekoliken, denn der Vagusnerv mit seinen unzähligen Fasern versorgt die glatte Muskulatur.

Einfluss auf das Nervengeflecht des Sympathikus, einem Steuerungssystem für den ganzen Körper





Der Sympathikus reagiert sehr stark auf mechanische und auch psychische Reize wie Angst, Ärger etc.
 

Mitbetroffen ist auch das Nervengeflecht des Sympathikus, das ein autonomes, den Körper durchziehendes Steuerungssystem darstellt. Normalerweise wird es durch cerebrale und hormonelle Impulse aktiviert, reagiert aber sehr stark auf mechanische und auch psychische Reize wie chronische Ängste, Ärger etc.

Die Anatomie gibt uns Hinweise, wo und in welcher Weise der Sympathikus sich bemerkbar machen kann.
Er entspringt überwiegend im BWS-Bereich. Seine Hauptbahnen verlassen das Rückenmark zwischen den Segmenten L8 und L2.

  • Aus den Segmenten L8 bis Th 2/3 werden Kopf und Schultern versorgt,
  • aus Th 3/4 bis Th 7 werden Arme, Brust und oberer Bauchraum etwa bis zur Nabelhöhle innerviert.
So können wir Organbeschwerden bis zum verursachenden Segmentbereich zurückverfolgen oder vom Segment ausgehend die gestörten Organe herausfinden.

Minimalster - schmerzfreier - Druck auf das Rückenmark führt zur Wirbelverschiebung,




damit zur Fehlleistung der Nerven von Vagus und Sympathikus




und letztlich zu Symptomen an Organen und Haut
 

Forschungen in Amerika haben ergeben, dass ein Druck von 30 mm Quecksilberdruck (das entspricht etwa dem Gewicht eines halben Zuckerwürfels) auf das Rückenmark, das Aktionspotential des Nervenstranges um ca 50 % reduziert. Im Vergleich dazu beträgt der normale Luftdruck 760 mm Quecksilberdruck.

Man kannn sich vorstellen, dass man diesen minimalen Druck nicht spürt und eine Verschiebung der Wirbelgelenke keine Schmerzen verursachen muss, und die Störung deshalb meistens nicht erkannt wird.

So kann sich unbemerkt die Fehlleistung der Nerven von Vagus und Sympathikus einstellen mit der Folge, dass sich bei den von diesen Nerven versorgten Organen Symptome einstellen.

Man fand bei den Forschungen auch noch heraus, dass bei ständigem Druck auf den Nerv dieser eine giftige Substanz aussendet und sich biochemisch verändert. Deshalb können an den betreffenden Stellen Hautreaktionen auftreten wie Juckreiz, Rötung oder Ekzeme und später sogar Geschwüre.

Eine ungerade Wirbelsäule führt zu Abnutzungserscheinungen,


Wirbelverschiebungen führen zu Nervenfehlfunktionen
 

Sinn und Aufgabe der Wirbelsäule ist bekanntermaßen, den Menschen gegen die Schwerkraft der Erde aufrecht zu halten, was nur möglich ist, wenn sie gerade auf dem Becken steht. Steht die Wirbelsäule nicht gerade auf dem Becken, können sich nicht nur die Wirbelgelenke verkanten, sondern auch die Hüft- und Kniegelenke, was zu Abnutzungserscheinungen führt.

Am drastischsten wirken sich allerdings Wirbelverschiebungen aus, durch die Kompression auf die immer zwischen zwei Wirbeln austretenden Nerven, die daraufhin zu Fehlfunktionen neigen.

Wechselbeziehung:
Korrektur des Zahnsystems
führt zur Normalisierung des Skelettsystems -
und umgekehrt
 

Da, wie wir sagten, Zähne und Skelettsystem eine Einheit bilden, besteht die Wechselbeziehung zwischen Zähnen und Wirbelsäule und umgekehrt. Okklusionsstörungen können zu Wirbelverschiebungen und zu Beckenschiefstand führen, umgekehrt kann ein Beckenschiefstand zu Gebissanomalien führen.

Wird der Beckenschiefstand beseitigt, kann sich das Zahnsystem wieder zur Norm hinbewegen, wird die Okklusion wieder optimiert durch Korrektur an den Kronen, Brücken, Inlays und Prothesen, verschwindet die Störung in den Wirbelgelenken und die damit verbundenen Schmerzen und Blockaden.

Zu hohe oder zu tiefe Kronen, Brücken etc. schädigen das Kiefergelenk



Das Kiefergelenk ist ein wichtiges neurovegetatives Steuerungszentrum ...



... und ist wichtig für die Akupunktur
 

Bei einem zu lange bestehenden Fehlbiss aufgrund von mangelhafter zahnärztlicher Arbeitsweise nimmt auch das Kiefergelenk Schaden, der Druck auf das Gelenk kann bei zu hoher Krone zu stark sein. Sind die Kronen, Brücken etc. zu tief, liegt die Gelenkkapsel ebenfalls nicht mehr richtig in der Gelenkpfanne.

Knackgeräusche im Kiefergelenk bei bestimmten Mundbewegungen deuten auf erworbene Anomalien im Gelenk hin.

Diese Anomalien können aber das gesundheitliche Befinden empfindlich stören, denn das Kiefergelenk ist nicht nur dafür da, dass wir Ober- und Unterkiefer auseinanderbringen und kauen können, sondern es ist auch ein wichtiges neurovegetatives Steuerungszentrum.Fast die Hälfte aller ankommenden Nervenimpulse von der Peripherie des Körpers zum zentralen Nervensystem haben eine Bezug zum Kiefergelenk.

Außerdem hat es eine Einfluss auf ganz bestimmte Akupunkturbahnen aus der Sicht der chinesischen Medizin, nämlich auf den Dünndarmmeridian, den 3fachen Erwärmer- bzw. Drüsenmeridian.

Das Kiefergelenk beeinflusst das gesamte Energiesystem des Organismus, das dem Nervensystem übergeordnet ist  

Eine Dysfunktion der entsprechenden Organe verursacht eine Störenergie, die sich negativ auf die Funktion und Substanz des Kiefergelenks auswirken kann, andererseits kann eine anatomische Veränderung im Kiefergelenk, ausgelöst durch einen Fehlbiss, eine Störung im Meridianverlauf und damit im zugehörigen Organ verursachen.

In der traditionellen chinesischen Medizin geht man außerdem davon aus, dass das Kiefergelenk wegen seiner Bedeutung als neurovegetatives Steuerungszentrum, das gesamte Energiesystem des Organismus beeinflusst und dass dieses Energiesystem dem Nervenssystem übergeordnet ist.

   
Beschwerden in den Schultergelenken

mögliche Ursachen
 

Mögliche Ursachen sind:

  1. Mechanische Überbelastung z.B. durch Tennisspielen.
  2. Beherdete oder impaktierte Weisheitszähne: Der Herd kann lange stumm sein, kann aber auch durch Infektionen, allgemeinen oder starken psychischen Stress sehr schnell aktiv werden, dadurch Irritation auf den Dünndarmmeridian, der energetisch die Schulter-Rückseite versorgt. Auswirkung: Irritationsschmerzen bis zur manifesten Entzündung, wenn die Ursache nicht beseitigt wird.
  3. Chronische Appendicitis: Schulterschmerzen nur rechts;
    Diverticulitis, meistens im absteigenden Dickdarm, dann Schulterschmerzen links.
    Beherdete Zähne im Oberkiefer 4 und 5 re und li, im Unterkiefer 6 und 7 re und li.
  4. Gallenblasenentzündung:
    Projektion der Störung in die rechte Schulter (s. Headsche Zonnen).
  5. Chronische Herzbeschwerden oder Angina pectoris:
    Schmerzprojektion in die linke Schulter.
  6. Akute oder chronische Pankreatitis: Schmerzprojektion in die Schulterblätter bis in die linke Schulter.

   
Beschwerden im Hüftgelenk ...  

Die Beweglichkeit des Hüftgelenks wird durch die Kugelform des Gelenks, den Kapselbandapparat und die Muskulatur bestimmt und ist eine grundlegende Voraussetzung für unsere aufrechte Haltung. Geringfügige Bewegungseinschränkungen des Hüftgelenks fallen anfangs kaum auf, da sie reflektorisch durch eine verstärkte Hohlkreuzstützung in der Lendenwirbelsäule kompensiert werden.

Wenn bei Belastung Schmerzen in den Hüftgelenken auftreten, ist dies ein Frühsymptom für eine beginnende Arthrose und sollte bereits in diesem Stadium behandelt bzw. es sollte nach der Ursache gesucht werden. Schmerzen die Hüftgelenke bei Bewegung und bei Ruhe, handelt es sich schon um eine fortgeschrittene Arthrose.

mögliche Ursachen  

Mögliche Ursachen:

  1. Gallenblasendysfunktion:
    Der Gallenblasenmeridian versorgt energetisch die Hüftgelenke. Bei einer Über- oder Unterfunktion des Organs fließt eine Fehlenergie durch die Hüftgelenke, was zu einer Entzündung durch Abbau der Gelenksubstanz führen kann.
  2. Beherdete oder mit Prothesenklammern versehene Eckzähne (Druck auf Kieferknochen) können eine Störenergie in die Hüftgelenke weiterleiten.
  3. Chronische Leberleiden:
    Die Leber holt sich vom Partnerorgan Gallenblase die Energie. Dadurch zuwenig fließende Energie im Gallenblasenmeridian, energetische Unterversorgung des Hüftgelenks.

   
Beschwerden in den Kniegelenken  

Bei Kniebeschwerden muss gut abgeklärt werden, ob es sich um ein lokales Geschehen handelt, oder ob die Schmerzen von der Wirbelsäule bzw. den Hüftgelenken in das Knie ausstrahlen. Als weitere Möglichkeit kommt eine Störenergie in Betracht, die von einem entfernt liegenden Herd auf das Gelenk einwirken kann.

mögliche Ursachen  

Folgende Ursachen sind möglich:

  1. Störung im Verlauf des Magenmeridians (Schmerz unterhalb der Kniescheibe außen), ausgelöst z.B. durch chron. Kieferhöhlenentzündung, beherdete Zähne 6 und 7 im Oberkiefer, 4 und 5 im Unterkiefer oder chron. Magenschleimhautentzündung bis zum Magengeschwür.
  2. Schmerzen an der Innenseite der Knie können auf ein Leber-, Pankreas- oder Nierenproblem hindeuten, die Knierückseite auf eine Blasenstörung und die Knieaußenseite auf eine Gallenblasendysfunktion.

Ursache für spätere Meniskus- oder Kreuzbandschäden




Bewegung ist wichtig für die Gelenkstützmuskulatur
 

Durch die Fernstörungen ergibt sich meistens eine Mischung aus entzündlichen und degenerativen Prozessen mit Verschlechterung der Knorpel- und Bänderelastizität, wodurch sich häufig die Gelenkkapsel überdehnt und sich das vordere Kreuzband in einem anhaltenden Reizzustand befindet.Hierauf begründet sich oft die Ursache für einen späteren Meniskus- oder Kreuzbandschaden.

Trotz Schmerzen sollten die Patienten die Kniegelenke in leichter Bewegung halten, denn durch eine längere Ruhigstellung des erkrankten Gelenks würden sich in kurzer Zeit die Beschwerden verstärken, weil die gesamte Gelenkstützmuskulatur erschlaffen würde.

Dadurch würde ein zu starker mechanischer Druck auf das vorgeschädigte Gelenk ausgeübt werden, was den degenerativen Prozess innerhalb des Gelenks verstärken und beschleunigen kann (z.B. Fahrrad unter den Tisch).

Therapie: Ursachen beseitigen   Therapie: Ursachen beseitigen
  • Hat sich ein entzündlicher Vorgang im Gelenk verselbständigt, 4 Wochen lang Vitamin E Injektion (Fa. Sanum) verabreichen, danach Vitamin E oral ca 8 Wochen lang. Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidanz, das sich gegen die im entzündeten Gelenk vorhandenen aggressiven freien Radikale richtet und anschließend den Heilungsprozess beschleunigt.

  • Ammonium phosphoricum D12 bei Gelenkmuskelschmerzen, Arthrose und Gelenködemen.
  • Lithium carbonicum D10 zur Harnsäureausscheidung, gichtigen Affektionen aller Gelenke, besonders der Hüft- und Kniegelenke, Gelenkschmerzen generell und Wetterfühligkeit.
  • Mandragora D6 (Alraun): Gelenkentzündungen, schmerzhafte Schwellungen und Gelenkergüsse, eingeschränkte Gelenkfunktionen.
  • Silicea D6/12: Knackgeräusche in den Gelenken in Verbindung mit Natrium chloratum, Verbesserung des Knorpelaufbaus, Muskelirritationen. Lauwarme Quarkwickel um das erkrankte Gelenk, dadurch können sich Kapselschwellungen und Ödeme spontan zurückbilden. Heilmoorumschläge und Moorbäder, Fango, Apfelessig.

   
"Vererbung" von Krankheitsinformationen  

Informationen von Krankheiten können von Generation zu Generation weitergetragen werden. Bei der Gonarthrose kann es sich um eine von einem Elternteil oder früheren Vorfahren durchgemachte Geschlechtskrankheit handeln, z.B. die Gonorrhoe. Auch an TBC ist zu denken. Hier müßte die entsprechende Nosode in Hochpotenz zum Löschen der Information gegeben werden.

   
Folge von unausgeheilten Infektionskrankheiten


Erreger verursachen Entzündungen in der Gelenkkapsel

Immunglobuline

Rheumafaktor



Erste Anzeichen:
Gliederschmerzen, die ständig im Körper wandern

vor allem in den Fingergrundgelenken und Fingermittelgelenken
 

Sie entsteht als Folge von Infektionskrankheiten, sofern diese nicht richtig ausgeheilt wurden und der Körper gegen diese noch unterschwellig fortdauernde Erkrankung keinen Widerstand entgegensetzen kann.

Die Arthritis kann in diesem Fall als Zweitkrankheit angesehen werden, entweder nach einer Viruserkrankung wir Röteln, Mumps, Hepatitis, Pfeiffersches Drüsenfieber oder Coxsackie Infektion, oder einer bakteriellen Infektion wie Scharlach, Ruhr oder Toxoplasmose, Meningokokken, Anginen, Strepto- oder Staphylokokken.

  • Die schädigenden Stoffe der Erreger verursachen die Entzündungen in der Gelenkkapsel,
  • worauf der Körper vermehrt Antikörper vom Typ IgG bildet, was über das Blutbild feststellbar ist.
  • Diese Immunglobuline verbinden sich mit den sog. Rheumafaktoren, den Anti-Antikörpern zu pathogenen Immunkomplexen,
  • die von den Granulozyten und Zellen aus der Membran der Innenschicht der Gelenkkapsel (Synovia) phagozytiert werden.
  • Bei der Phagozytose werden aber lysosomale Enzyme und Entzündungsmediatoren freigesetzt, die die vorhandene Entzündung weiter anfachen, und auf diese Weise können Knorpel und Knochen zerstört werden.

Erste Anzeichen für den Beginn einer chron. Arthritis sind Gliederschmerzen, die ständig im Körper wandern. Manifest werden die Entzündungserscheinungen zuerst in den Fingergrund- und mittelgelenken. Die Behandlung muss sich naturgemäß gegen die alten Viren- und Bakterieninfekte richten.

   
Gelenkskapillaren haben keine Basalmembran als Filter  

Im Gegensatz zu allen anderen Gefäßen im Organismus haben die Kapillaren in den Innenschichten der Gelenke keine Basalmembran, deren Aufgabe es ist, als Filter zu wirken und nur ganz bestimmte Stoffe in das Bindegewebe durchzulassen.

Durch das Fehlen dieser Basalmembran können Harnsäurekristalle, alle Säure, Viren, Bakterien, Fremdeiweiße, die auch als Antigene wirken, leichter in die Gelenke vordringen, als es im übrigen Körpergewebe möglich ist.

Körpereigenes Eiweiß, also Albumine und Aminosäuren, die die Membran durchwandern, werden als Kollagene gespeichert, fremdes Eiweiß, z.B. von Bakterien, Impfgiften, wird normalerweise an den Gefäßwandzellen und an den Kapillarbasalmembranen abgebaut.

Dort werden, sofort nach Kontakt mit den Antigenen Antikörper gebildet, es entstehen die sog. Antigen-Antikörper-Komplexe, die in der Folge von Immunkomplexen phagozytiert werden, was gelegentlich eine Entzündung hervorrufen kann.

Daher lagern sich die Antigen-Antikörper-Komplexe direkt an der Gelenkinnenhaut ab.





Unterschied zwischen Bakterien- und Virusinfektionen
 

Da in den Kapillaren der Gelenke besagte Basalmembran fehlt, lagern sich die Antigen-Antikörper-Komplexe direkt an der Gelenkinnenhaut ab und werden dort von der körpereigenen Abwehr angegriffen.

Die Folge ist Gelenksentzündung bis zum rheumatischen Fieber. Scharlach als Streptokokkeninfektion kann so ein Beispiel sein. Wenn die Abwehr die Fremdeiweisse im Blut und Gewebe nicht eliminieren kann und diese in die Gelenke einfließen, kann es dort und in den Nieren zum rheumatischen Fieber kommen.

Es gibt einen Unterschied zwischen Bakterien- und Virusinfektionen.

  • Bakteriengifte (Eiweisse) rufen eine akut-entzündliche Reaktion hervor.
  • Die Folgen von Virenerkrankungen stellen sich aufgrund der nicht so heftigen Aggressivität ihrer Eiweisse langsam und dafür chronisch-schleichend ein.
    Das kann ein langsam sich entwickelndes Rheuma sein, Polyarthritis oder jede beliebige andere Krankheit aus dem rheumatischen Formenkreis.


Kontakt:   Angelika von Frankenberg
Heilpraktikerin
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